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Lions Club
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„Lions“ stillen „Löwenhunger“
Stiftung unterstützt Grundschulangebot – Kritik an Umsetzung beim „Teilhabepaket“
Itzehoe (lb). Ob Leon, Cem, Rachel oder Isabel, sechs oder neun Jahre alt, Kinder von Einwanderern, Alleinerziehenden oder Doppelverdienern: sie alle eint eines – das gemeinsame Mittagessen an der Grundschule im Itzehoer Stadtteil Edendorf (Schleswig-Holstein). Seit gut einem halben Jahr bietet der Förderverein der Schule neben einer über neunstündigen Betreuung auch eine warme Mahlzeit pro Schul-Tag an. „Durchschnittlich gehen derzeit rund 100 Essen pro Woche über den Tisch“, so der Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule Edendorf, Lars Bessel, „bei rund 190 Schülerinnen und Schülern eine beachtliche Zahl.“
Finanziert wird das Angebot zumindest für nachweislich bedürftige Familien anteilig über das sogenannte „Bildungs- und Teilhabepaket“ der Bundesregierung. Zwei der drei Euro je Mittagessen zahlt der Staat. Die notwendige Grundausstattung wie Thermen, Teller und Besteck wurde dagegen nicht bezahlt. Hier sprang nun die Stiftung des Lions Club Itzehoe mit 500 Euro ein. „Ohne dieses Geld wäre die gute Idee nicht umsetzbar gewesen“, ist sich Bessel sicher. Und Jürgen Dohrn, Vorstandsmitglied der Itzehoer Lions-Stiftung ergänzt: „Uns liegt die Kinder- und Jugendförderung vor Ort besonders am Herzen.“
Doch neben der Freude macht sich im Förderverein auch Unmut breit: „Wir danken dem Steinburger Landrat Dr. Dr. Jens Kullik für sein Lob unserer Arbeit, doch genau die wird aus Berlin torpediert“, so Lars Bessel. Außer der Tatsache, dass für die genannte Grundausstattung die Lions-Stiftung und der örtliche „Lidl“-Supermakt einspringen mussten, nennt der Vorsitzende ein weiteres Beispiel: Ein Kind bekommt zwei Euro Zuschuss pro Mittagessen in der Betreuung. Die naheliegender Weise dazugehörige Betreuung wird jedoch nicht bezahlt. „Das wurde in Berlin schlicht vergessen“, heißt es aus dem Kreishaus. Außerdem ist der Verwaltungsaufwand laut Bessel immens, „unser Schatzmeister ist ehrenamtlich tätig, muss aber tagelang irgendwelche Dreifach-Belege für Kreis, Stadt oder Jobcenter ausfüllen und zum Schluss noch sieben Euro bei den Familien hinterherlaufen – das geht so einfach nicht.“
Mit den Spenden konnten nun wenigstens für den Schul-Förderverein kostenneutral die notwendigen Thermen finanziert werden, um dem zunehmenden „Löwenhunger“ der Edendorfer Kinder mit einem warmem Mittagessen begegnen zu können. Die „Lions-Stiftung“ schüttet dabei nur Zinsüberschüsse aus, weshalb jede Spende ins Grundvermögen der Stiftung mehr als willkommen ist, so Dohrn. Nähere Informationen auch im Internet unter www.lions-club-itzehoe.de und www.grundschule-edendorf.de.
“US-Melvin for GE-Joachim“
Itzehoer Optiker erhält exponiert seltene Ehrung der internationalen “Lions“
Itzehoe (lb). Es war ein besonderer Brief, aus Illinois, USA. Und es war ein besonderer „Postbote“: Nordddeutschlands Lions „Distrikt-Governor“ Hans-Albert Schultz. Joachim Fuhlendorf aus Itzehoe (li.) bekam die seltene internationale „Melvin-Jones-Fellow-Plakette“ verliehen.
Der Optik- und Hörgeräte-Meister Fuhlendorf aus Itzehoe engagiert sich seit Jahrzehnten für den Lions-Club. Er war nicht nur turnusgemäß deren Präsident, sondern setzte sich auch sonst intensiv für deren Belange ein. „Was wäre“, fragte Melvin Jones bereits 1917, „wenn diese Männer, die aufgrund Ihres Ehrgeizes, Ihrer Intelligenz und Ihrer Ambitionen so erfolgreich sind, ihr Talent zum Wohle ihrer Gemeinden einsetzen würden?“ Auf diese Frage hin trafen sich Delegierte verschiedener Herrenclubs in Chicago / USA, um am 7. Juni 1917 den „Lions Club International“ ins Leben zu rufen – mittlerweile die größte ehrenamtliche Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) der Welt (mit über 1,4 Millionen Mitgliedern).
Joachim Fuhlendorf aus Itzehoe ist das beste Beispiel für genau diese Tradition, so der Lions-Beauftragte für Norddeutschland, Hans-Albert Schultz. Dessen höchstmögliche Auszeichnung als „Distrikt-Governor“ ist eben dieser „Melvin-Jones“. Fuhlendorf war und ist neben seiner Tätigkeit als Präsident in unterschiedlichsten Verwendungen im Itzehoer Lions-Club aktiv, derzeit als Beauftragter für „Sight-First“, das Anti-Blinden-Programm der internationalen „Lions“. In diesem Zusammenhang hat allein der Itzehoer Club im Jahr 2011 mehr als 35.000 Euro für die Ausbildung einer Augenärztin in Tansania / Afrika finanziert. Zudem verantwortet Fuhlendorf jetzt das bundesweit beachtete „Stiftungsmodell“ der Itzehoer „Löwen“.
Die Ehrung während des üblichen Itzehoer Clubabends hat „Daddel“ Fuhlendorf sichtbar gerührt. Er nahm sie entgegen mit den Worten des Namensgebers Melvin Jones: „Man kann erst viel erreichen, wenn man anfängt, etwas für andere zu tun.“ Joachim Fuhlendorf ist nun weltweit ein „Melvin-Jones-Fellower“ …
Blues gegen Hunger
Itzehoer „Lions“ spenden über 3.000 Euro für Hilfe in Ostafrika
15.000 Euro für Itzehoer Hospiz-Dienst
Golfturnier des Lions Club erzielt Rekordspende für neue Kinder-Trauergruppe
Breitenburg (lb). Was sagt man einem Kind, dessen Mutter gerade gestorben ist? Einfache Antworten gibt es nicht, weshalb der Itzehoer Hospiz-Dienst eine spezielle Gruppe für trauernde Kinder ins Leben gerufen hat. Doch das kostet Geld, von dem der weitestgehend ehrenamtlich tätige Verein wenig hat. Ein guter Grund für den Itzehoer Lions Club, den Erlös des sechsten Golfturniers auf Schloss Breitenburg in diesem Jahr dem Hospiz-Dienst zu stiften: 15.000 Euro.
Maren Lang, Geschäftsführerin beim Hospiz-Dienst Itzehoe (Foto), war bei der Geldübergabe fast sprachlos. „So viel Geld“, das habe sie sich nicht zu träumen gewagt, „wir sind außerordentlich dankbar“. Mit dieser riesigen Spende könne nun nicht nur die Kinder-Trauergruppe sofort starten, „die Lions haben dem gesamten Itzehoer Hospiz-Dienst ein Jahr Leben geschenkt“. Auch Lions-Präsident Lutz Bitomsky (Foto) war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. In den vergangenen sechs Jahren sei es allein durch das Golfturnier gelungen, weit über 100.000 Euro für soziale Zwecke im Kreis Steinburg zu erwirtschaften.
Dabei wäre in diesem Jahr beinahe alles buchstäblich ins Wasser gefallen. Das Wetter war so schlecht, dass der Platz nahezu unbespielbar war. „Unser Dank gilt der Geschäftsführerin vom Golfclub Schloss Breitenburg, Elke Gräfin zu Rantzau“, so Bitomsky, „dass sie uns überhaupt hat spielen lassen.“ Die wenig später geplanten Clubmeisterschaften wurden nämlich verschoben.
Rund 90 Spieler hatten sich auf Einladung der Itzehoer „Löwen“ eingefunden, um etwas für den guten Zweck zu tun. Doch auch das eigene Handicap sollte auf dem gepflegten Grün des Golfclubs nicht zu kurz kommen – die abschließende Wertung ergab folgendes Ergebnis: Gesamtsiegerin des Turniers wurde Tamara Pappert mit 18 Bruttopunkten, Gesamtsieger Karl-Heinz Jennerich mit 27 Punkten brutto.
Doch letztendlich sind alle Gewinner: die Golfer, der Lions Club und der Hospiz-Dienst. Anerkennung gab es in diesem Jahr dafür sogar von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der ein Grußwort nach Breitenburg sandte. „Unser Erfolg stützt sich auf zwei Säulen“, so Lutz Bitomsky, „auf die Spieler und die Sponsoren.“ Dank galt ebenso der erneut professionellen Arbeit seines sechsköpfigen, ehrenamtlichen Organisations-Teams, der Unterstützung durch die Graf zu Rantzau Golf GmbH, insbesondere der persönlichen Kompetenz von Elke Gräfin zu Rantzau, sowie dem Beistand zahlreicher Lions-Helfer. Und so steht bereits heute eines fest: Im August 2012 findet das „7. Benefiz Golf“ der Lions in Breitenburg statt.
Für die eingefleischten Golfer sind noch folgende Ergebnisse nachzutragen: Den Wettbewerb „Nearest to the pin“ (der dichteste Schlag an die Zielfahne) entschieden Karin Püschel (3,82 Meter Abstand) und Peter Hopp (0,70 Meter) für sich. Den längsten Abschlag („longest drive“) erzielten Silke Homann-George und Thorsten Ebken.
Video: Benefiz Golf 2011
bitte klicken Sie hier: Benefiz-Golf 2011
(c) aviso media
Fotos: Bessel / Scheel
Itzehoer „Löwen“ unter neuer Führung
Lutz Bitomsky löst Roland Haack als Präsident der Itzehoer Lions ab
Itzehoe (lb). Lutz Bitomsky (li.) hat turnusgemäß die Präsidentschaft im Lions Club Itzehoe von Roland Haack übernommen. Der 47jährige Geschäftsführer der Walter Otto Müller GmbH aus Itzehoe wird die Geschicke des Serviceclubs für ein Jahr führen. Neben Lutz Bitomsky als amtierendem Präsidenten gehören dem Itzehoer Lions-Vorstand 2011/2012 außerdem Roland Haack als Past-Präsident, Peter Geschke als erster und Manfred Kröger als zweiter Vize-Präsident sowie als Schatzmeister an. Hinzu kommen noch Sebastian Koch als Sekretär und Stephan Golde als Clubmaster.
Bei der Vorstellung seines ersten Halbjahres-Programms kündigte Bitomsky an, einige der Clubveranstaltungen auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu gehört unter anderem eine Lesung von Margot Friedländer. Die fast 90jährige Autorin des Buches „Versuche Dein leben zu machen“ wird am Donnerstag, den 8. September, um 20 Uhr im Hotel „Adler“ vortragen und im anschließenden Gespräch Fragen beantworten. Der Eintritt ist frei.
Margot Friedländer lebte 1943/44 fünfzehn Monate als junge jüdische Frau versteckt im Untergrund. Dann ging sie jüdischen „Greifern“ in die Falle und wurde ins KZ Theresienstadt deportiert. Sie überlebte und emigrierte mit ihrem Mann, den sie in Theresienstadt kennen lernte, in die USA. Erst nach 60 Jahren besuchte sie zum ersten Mal wieder Deutschland. Im vergangenen Jahr zog sie zurück nach Berlin. In ihrem packenden Buch erzählt sie ihre dramatische Geschichte von Hoffnung, Verrat und Zivilcourage inmitten des NS-Terrors.
„Lions Quest“: Lehrer lernen soziale Kompetenz
Itzehoe (lb). Vom Lehrerpult auf die Schulbank: 23 Pädagogen aus dem gesamten Landkreis Steinburg nahmen auf Einladung des Lions Club Itzehoe am Fortbildungsprogramm „Lions Quest“ teil. „Lions Quest“, zu deutsch „Löwensuche“, soll Jugendliche mit Hilfe ihrer Lehrer stark machen für ein eigenes, „löwenstarkes“ Leben. Ziel ist, dass die Jugendlichen für sich selbst gesellschaftliche Werte erleben und sich bewusst für sie entscheiden, wie etwa für Toleranz, Rücksichtnahme und Gewaltfreiheit. „Das vermittelt echte Lebensfähigkeit weit über die Schule hinaus“, so der Itzehoer „Lions Quest“-Beauftragte Jochen Stöver. Drei Tage lang büffelten die Steinburger Lehrer in den Räumlichkeiten der „Itzehoer Versicherungen“, auch um das Lernklima an ihren Schulen künftig aktiv verbessern zu können. „Die Vermittlung von Fachwissen allein reicht im Unterricht heute nicht mehr aus“, sagt Trainerin Marie-Luise Schrimpf-Rager. Es komme immer mehr auch auf soziale Kompetenz an. Die Finanzierung dieses sogenannten „Lebenskompetenzprogramms“ ist trotz eines Eigenanteils der Lehrer seit mehr als zehn Jahren nur durch die Spenden des Itzehoer Lions Clubs möglich. Die dafür notwendigen Einnahmen erwirtschaften die Mitglieder alljährlich mit ihrer traditionellen "Blues-Night".
(Foto: Göttsche)
„Lions“ kämpfen gegen die Blindheit
Dr. Mchikirwa S. Msina aus Tansania erhält Stipendium vom Itzehoer Lions Club
Itzehoe / Kilimanjaro (lb). Die Sonne strahlt, das Thermometer zeigt plus 26 Grad Celsius. Und dennoch sieht auch Dr. Mchikirwa Senzota Msina Schnee, wenn sie aus dem Fenster des „Kilimanjaro Christian Medical Centre“ schaut: Auf dem Kilimanjaro, dem höchsten Gebirgsmassiv Afrikas, liegt auch im jetzigen Hochsommer Schnee. Viele Menschen können den aber nicht sehen – sie sind blind. Das soll sich nun ändern, auch Dank der Hilfe aus dem weit entfernten Itzehoe.
Wie bereits bei der 50-Jahr-Feier des Lions Club Itzehoe im Januar angekündigt, wird der Club die Ausbildung eines Augenarztes finanzieren. Über 15.000 Euro kamen damals beim Benefiz-Ball an Spendengeldern schon zusammen, weitere 10.000 stehen ebenfalls aus anderen Aktivitäten der „Itzehoer Löwen“ zur Verfügung. „Somit fehlen uns in den kommenden drei Jahren noch 10.000 Euro, um die Facharztausbildung finanzieren zu können“, bilanziert der zuständige Club-Beauftragte, Joachim Fuhlendorf.
Seit kurzem hat die Spendenaktion nun auch ein Gesicht: Dr. Mchikirwa Senzota Msina (Foto re.). Die 31jährige Medizinerin stammt ursprünglich aus Tansanias Hauptstadt Dar es Salaam, ist verheiratet und arbeitet derzeit am „Kilimanjaro Christian Medical Centre“ in Moshi. Die Freude über das Stipendium aus Itzehoe war riesig am Fuße des Kibo, des höchsten Berges auf dem afrikanischen Kontinent: „I promise to work hard and pass my studies and become a help to my society and country in general”, schreibt die angehende Augenärztin – sie werde hart dafür arbeiten ihr Studium abzuschließen, um den Menschen in ihrem Land helfen zu können.
Der Kampf von Lions International gegen die weltweite Blindheit unter dem Titel „SightFirst“ hat Tradition: „SightFirst“ ist eine internationale Langzeitactivity der Lions zur Bekämpfung von vermeidbarer Blindheit. Immer noch sind mehr als 37 Millionen Menschen von starker Sehbehinderung oder sogar Erblindung betroffen. Davon leben zirka 90 Prozent in den sogenannten Entwicklungsländern. Zwölf von 15 Menschen müssten aber gar nicht blind sein, wenn Sie geeignete Hilfe bekämen. Lions haben diese Probleme schon vor Jahrzehnten erkannt. Die deutschen „Löwen“ haben für ihre Projekte zur Verhütung von Blindheit seit 1992 über das Hilfswerk der deutschen Lions (HDL) schon mehr als 15 Millionen Euro bereit gestellt. Weitere Informationen gibt es auch im Internet auf des Seiten vom HDL unter www.lions-hilfswerk.de.
Dr. Mchikirwa Senzota Msina wird nun an der „Tumaini University“ in Moshi, Tansania, ihr vierjähriges Facharztstudium absolvieren. Kosten: 35.000 Euro – nach Abzug der Bundeszuschüsse aus dem Berliner Entwicklungshilfeministerium. Wer die Itzehoer Lions bei Ihrer Hilfe unterstützen möchte, zahlt seine Spende ein auf das Konto des Lions Club Itzehoe bei der Sparkasse Westholstein (BLZ 222 500 20) mit der Nummer 84 68 99 39. Verwendungszweck: Augenarzt.
... und immer unter dem einen Motto:
We serve - Wir dienen!
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